Nerud, Josef Karl

Josef Karl Nerud

Winterlandschaft mit Gehöft. Mischtechnik/getöntes Papier. 44,3 x 63 cm. Sign., dat. "33". Gerahmt und hinter Glas.


Josef Karl Nerud besuchte die Fachschule für Glasmalerei in Zwiesel.
1921 bis 1927 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler von Carl Johann Becker-Gundahl.
1929 Mitglied der Künstlergruppe die "Juryfreien".
Ausstellungen bei Thannhauser, im Graphischen Kabinett, sowie im Glaspalast in München.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 blieb dem Künstler nur die Wahl zwischen Mitmachen oder Emigration. Nerud wählte die "innere Emigration" und zog sich zurück nach Simbach am Inn, Klingenbrunn im Bayerischen Wald oder in das Oberbayrische Kutterling bei Bad Feilnbach.
Nach 1947 begegnete Nerud dem Architekten Franz Ruf und arbeitete viele Jahre für ihn.
Er schuf Wandbilder in München, Freimann, Holzkirchen sowie an Wohnbauten der Heimbau-Bayern und an einigen anderen öffentlichen und privaten Gebäuden.
Nach 1948 regelmäßige Ausstellungen in München, Hamburg, Essen und anderen Städten.
Von 1953 bis 1954 Aufenthalt auf Ibiza.
Josef Karl Nerud vergaß jedoch nie seine Heimat.
Sein Biograph Josef Egginger schreibt dazu (Zitat).: " ... die Landschaft zwischen Inn und Rott, das sanft geschwungene Hügelland mit fruchtbaren Ackerbreiten, dunklen Waldparzellen, Kirchdörfern und Einödbauern in neuer Sicht zu zeigen, schien ihm vordringliche Aufgabe gewesen zu sein."
Josef Karl Nerud war Mitglied der „Donau-Wald-Gruppe“.

Limitpreis: 500 €

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18. April 2026 um 10:00