563.Herbstauktion 2020

Datum: 26.09.2020

Zeit:
Vormittag: 10:00 bis ca. 12:30 Uhr
Nachmittag: 14:30 bis Ende

Ort:
Landshut

Bitte beachten Sie, dass Aufgrund der behördlichen Vorschriften und zum Schutz von Kunden und Personal ein Zutritt nur mit MUND-NASEN-MASKE möglich ist!

Das Schutz- und Hygienekonzept ist im Eingangsbereich ausgelegt und kann eingesehen werden.

>> Nachlass Bernhard Wicki

Besichtigung:
Freitag 18. September 10 - 18 Uhr
Samstag 19. September 10 - 16 Uhr
Sonntag 20. September 10 - 16 Uhr
Montag 21. September 10 - 18 Uhr
Dienstag 22. September 10 - 18 Uhr
Mittwoch 23. September 10 - 18 Uhr

Donnerstag 24.September geschlossen
Freitag 25.September geschlossen

Online Katalog Versteigerunsfolge

Vorbericht

" Wicki - und die starken Männer vom Dreifaltigkeitsplatz" !

Dem Hause Ruef ist zur bevorstehenden Herbstauktion am 26. September wieder ein Großer Wurf gelungen. Man darf wieder „Film-Luft“ schnuppern am Dreifaltigkeitsplatz. Nach Romy Schneider, Axel von Ambesser, Walter Sedlmayr und Hans Albers in den 60er Jahren, hält nun der ausgesucht gepflegte Nachlass des berühmten Regisseurs und Schauspielers Bernhard Wicki (1919-200) zur Herbstauktion Einzug bei den Herren Ruef & Schlapka. Zum Aufruf kommen - nur um einige zu nennen - klassische Arbeiten von Chagall und Dali, erotisches von Tomi Ungerer, eine unbekannte Arbeit von Albert Weisgerber, oder eine kraftvolle tachistische Arbeit von Gerhard Fietz aus seiner Frühzeit, auch ein feiner Holzschnitt des großen deutschen Bildhauers Fritz Koenig ist darunter. In einer hohen Turmvitrine steht eine kleine seltene Plastik von Otto Herbert Hajek. Es ist das Bronze-Modell des Bühnenbildes für Shakespeares „Der Sturm“, ein Unikat und eigens gefertigt für das Wiener Burgtheater unter der Inszenierung von Bernhard Wicki. Eine entzückende Tuschezeichnung des berühmten und befreundeten Schweizers Friedrich Dürrenmatt, sowie zwei wunderbare abstrakte Kompositionen des unter den Nationalsozialisten "entarteten" Malers Karl Friedrich Brust runden die exklusive Sammlung ab. In einer großen offenen Vitrine im Obergeschoß blickt einem der große Regisseur von einem schwarzweiß Foto direkt an. Hier steht sein persönlicher Arbeitstisch, sein Stuhl und gegenüber hängt das Filmplakat „Die Eroberung der Zitadelle.“

...Er galt als „Mann mit Kanten“, als „der letzte schonungslose Realist des deutschsprachigen Kinos“, „ein Verlierer, der nie versagt hat“, „ein anarchistischer Büffel“ oder auch einfach ein „Bär“...

Zit. aus: "Der Bildermacher mit den traurigen Augen", von Jörg Becker - ray Filmmagazin.

Das Sortiment an Kleinplastiken von Barock bis zur Gotik ist beachtlich, darunter eine seltene Darstellung des hl. Johannes mit einer Kröte und eine Darstellung „Maria in der Anbetung“, mit langem wallenden Haar.
Die Abteilung Außereuropäische Kunst überrascht mit frühen tibetischen Tanzmasken aus einer erlesenen deutschen Privatsammlung.

Die Gemäldeabteilung besticht u.a. durch zwei frühe Werke von Adolf Schinnerer aus den 20er Jahren, eine farblich sehr starke Arbeit des berühmten Landshuters Willi Geiger mit der Toreinfahrt eines herrschaftlichen Anwesens, zwei schönen Holzschnitten vom "Blauen Reiter" Franz Marc.

Für die kauflustige junge Sammlerschaft hat Ruef vier große "Zerrbilder" aus den 60er Jahren des Malers Michael Langer akquiriert. Farbstarke beeindruckende Arbeiten noch vor der Zeit der Pop-Art, ein absolutes "Must-Have".

Ein sehr besonderes Objekt ist ein frühes, silbernes, lateinisches Brustkreuz - christlich-orthodox - des 13./14. Jahrhunderts, doppelseitig gearbeitet, mit christologischen Szenen in jeweils sechs Relieffeldern.

In der Möbelabteilung offeriert das Haus Ruef neben hinreißend schönen Barockkommoden zu moderaten Preisen, zwei sehr feine Tölzer Bauernschränke aus einer Privatsammlung, sowie ein aufwendig geschnitztes chinesisches Aufsatzmöbel um 1900. Eine reizende Lütticher-Sitzbank um 1780 lässt das Herz genauso höher schlagen wie eine fränkische Kirschbaum-Kommode mit toskanischen Säulen und Krallenfüßen, oder ein zierlicher norddeutscher Empirespiegel um 1790 ehemals aus dem Besitz des bekannten Theaterregisseurs Hubertus Moeller.

Nachdem - den heutigen Sauberkeit fanatischen Hausfrauen zum Trotz - wieder schöne alte Teppiche und Brücken "en vogue" werden, bietet Ruef hier eine elegante Auswahl an. Vom Schirwan, über den Kasak, bis hin zu einem eleganten Kayseri - alle um 1900 - kann sich das Angebot an Sammlerteppichen sehen lassen.

Für die Herbstauktion ist man also gut gerüstet im Hause Ruef !

Impressionen